Sächsische Tortillaverkäufer

Bild

törtilla

Advertisements

Ruinös

Da unser Gastgeber in Ciudad del Carmen (Daniel der Physiker) ein wahrer Ruinenexperte ist, um nicht zu sagen der Indiana Jones der Yukatan-Halbinsel, hat er es sich nicht nehmen lassen uns einen ruinösen Tag zu bereiten. Morgens um kurz vor acht ging es los. Seine Freundin Patricia war mit von der Partie. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt waren wir am ersten Maya-Tempel (Balamkú) angekommen. Danach folgten Chicanná und Becán. Das abschließende Highlight des Tages war der Besuch von Hormiguero; ein einsamer Tempel mitten im Dschungel, außer uns nur von einer Affenfamilie besucht.

IMG_1557

Die Anfahrt führte zunächst durch mexikanische Dörfer, in welchen die Fahrbahn des Öfteren von Viehzeug blockiert wurde (siehe Schweinebande). Die letzten acht Kilometer wurden auf holpriger Schotterpiste im Urwald zurückgelegt, wobei Daniel seinen Suzuki Kleinwagen auf’s Spiel gesetzt hat. Alles in allem eine schöne Unternehmung, allerdings war unser Bedürfnis nach Tempelbesichtigungen vorerst gestillt.

IMG_1551

Was darf es denn heute sein?

Sicherlich ist euch schon aufgefallen, dass wir gerne über unser Essen berichten. Heute folgt ein Spezial zu diesem Themenkomplex. Empanadas (links) oder Tacos (rechts) muss es schon einmal am Tag geben.

strassenessen   tacostacostacos

Besonders beliebt bei mir ist der Nachtisch, sei es ein zuckersüßes Cuernecito (links) oder ein Paleta (rechts).

vanille-hörnchen   paleto

Zu guter Letzt noch unsere Straßenstars:

verkäuferin   merengueohmchen

Walt Disney, Ruinen und Erdöl, wie passt das nur zusammen?

Nach Mérida besuchen wir die dritte koloniale Stadt – Campeche. Vor ein, zwei Jahren wurde hier ziemlich viel Geld in Farbe investiert und die Fassaden der Innenstadt in ein Walt Disney taugliches Fleckchen verwandelt. Wir kommen im Hostal del Pirata unter und lernen Jerry, einen sehr netten Amerikaner, der seinen Ruhestand mit Reisen verbringt, kennen. Er wird die kommenden 5 Jahre in Mittel- und Südamerika verbringen. Zudem empfiehlt er uns, die Ruine Edzná zu besuchen, was wir am folgenden Tag auch tun.

campeche

Neben schönen Impressionen von Ruinen und sehr gut erhaltenen Stuckmasken bringen wir auch einen Bienenstich an Daniels Kinn mit zurück.

edzna    kinn

Da wir von Daniel (der Physiker, den wir in Valladolid kennengelernt haben) fürs Wochenende eine Einladung nach Ciudad del Carmen bekommen, besteigen wir den nächsten Bus und machen uns auf an die Golfküste. Neben der Erdölförderung begeistert hier die Menschen insbesondere auch das Auto-Tuning. Typisch für Mexiko ist das wichtigste Element eine fette Anlage für möglichst laute Musik.

käfertuning

In Mérida

Mérida ist ein schönes Städtchen im Nordwesten der Yukatan-Halbinsel. Die Fassaden der historischen Altstadt ähneln den maroden Häuserfassaden Kubas (zumindest denen, wie wir sie uns vorstellen). Ansonsten kann man hier jede Menge zu Fuß erkunden. Besonders interessant sind die Maya-stämmigen Verkaufsstrategen: An allen öffentlichen Plätzen der Innenstadt treten sie als hilfsbereiter Freund des Touristen auf. Zufällig können sie auch ein bisschen deutsch (man ist mit einer Deutschen verheiratet, der beste Freund wohnt in Hamburg…) und erklären einem in Kurzform, was man auf keinen Fall verpassen sollte. Insbesondere der Maya-Kunsthandwerksladen, der nur noch heute, nur noch eine Stunde offen hat und einer sogenannten Genossenschaft (ein deutsches Wort aus dem Mund eines Maya) angehört. Dort werden die einzig wahren Hängematten aus dem Wundermaterial Sisal verkauft. Man müsse sie unterstützen, da der lokale Hängemattenmarkt von der Chinesen-Mafia beherrscht wird…

Kathedrale Unterkunft2

Links zu sehen ist die Catedrale de San Idelfonso aus dem Jahre 1598. Das hellblaue Gebäude im rechten Bild war unsere Unterkunft: Drei Tage lang haben wir bei ‘Tio Rafa’ (Onkel Rafa) gewohnt. Ein sehr netter Kauz, der mit seinen Gästen in einer Art Wohngemeinschaft haust.

Schönes aus Mexiko

Man gibt sich stets viel Mühe: Gerne verkauft werden der Blumenpudel und das freundliche Taco-Gesicht.

Blumenhund Taco-Gesicht

Das Taco-Gesicht haben wir leider erst nach dem Verzehr beim betrachten der Bilder erkannt 🙂

Cenoten – Eingänge zur Unterwelt

Neben Maya-Ruinen gibt es noch etwas wie Sand am Meer auf der Yucatan-Halbinsel: Cenoten (s. Bericht über Tulum). Dem Glauben der Mayas folgend, konnte man hier mit Verstorbenen sowie den Göttern der Unterwelt Kontakt aufnehmen, weshalb sie allerlei Zeug (vom Totenkopf über Schmuck und Gefäße bis hin zu ganzen Körpern) dort hinein warfen.

IMG_0953

Heute werden die Cenoten als Süßwasservorrat oder Schwimmbad benutzt. Letzteres haben wir in Valladolid ausgiebig getestet.

 IMG_1194 IMG_1196