Medellín

Zur Semana Santa (Karwoche) sind wir nach Medellín gefahren, um dort den “ewigen Frühling” (jährliche Durchschnittstemperatur 24 °C), die Dank beschlagnahmter Drogengelder supermoderne und Bürgerfreundliche Infrastruktur (hier gibt es eine Metro) und natürlich die vorösterlichen Veranstaltungen zu bewundern. Zu Fuß und per Metro erkunden wir die Stadt, den schönen Botanischen Garten, der weniger wissenschaftlich ist und eher einem Vergnügungspark gleicht, bewundern die gigantischen Pummelfiguren von Botero (hässlich und nicht wirklich unser Ding…), nehmen an einer der unzähligen Prozessionen (an jedem Tag der Semana Santa gibt es mind. 1-2 davon), genauer der SEHR langen Karfreitagsprozession, teil und besuchen den Arvi-Naturpark, der hinter den Medellín umzingelnden Bergen liegt. Hier kann man überwiegend deftig essen, Früchte, Artesanía und Snacks shoppen, wandern und Fahrräder leihen. Diese sollte man allerdings nur auf der geteerten Straßen und nicht auf den Feldwegen benutzen, sonst muss man die Fahrt stoppen, die Räder an Ort und Stelle zurückgeben und wird für den weiteren Fahrradverleih gesperrt …. menno!

darmstadium... dickes-ding plaza-botero -von-oben gondel-zum-park arvi-park

Zeitgleich mit uns sind auch unsere schweizerischen und australischen Segeltörn-Freunde Aglaia, Patrick und Yvette in der Stadt, mit denen wir uns abends zum Essen treffen.

Auch Medellíns Umland hat Einiges zu bieten: Wir haben einen Tag Santa Fé de Antioquía, ein kleines Kolonialdorf mit Goldgräbervergangenheit, und das kolumbianische Urlaubsstädtchen Guatapé am Rande eines spektakulären Seengebiets, besucht. In den ersteren Ort fahren Einheimische, um in den vielen Pools der chiquen Kolonialhäusern das Wochenende zu verbringen. Wir haben uns nur das Städtchen angeschaut und, naja, es ist ganz nett, hat uns aber nicht wirklich vom Hocker gerissen. Unsere Highlights waren eisgekühlter Tamarindensaft an der ortseigenen Hängebrücke und ein Hund mit blau lackierten Fußnägeln.

santa-fe bruecke-santafe blaue-fussnaegel

Guatapé hingegen ist ein überaus schnuckeliges Örtchen, das aus lauter bunt verzierten kleinen Häusern besteht und uns viel besser gefallen hat. Wir sind zunächst zum riesigen Felsen El Peñol gefahren. Das ist ein ca. 200 Meter hoher Koloss, wahrscheinlich vulkanischen Ursprungs, der mitten in der Landschaft liegt. Ein findiger Ureinwohner hat ihn Mitte der 1950er Jahre als erster erklommen und beschlossen, eine Wendeltreppe anzubauen, um ihn auch für Touristen zugänglich und seine Familie reich zu machen. Ich muss sagen, eine sehr gute Idee. Die Aussicht ist wirklich phantastisch. Übrigens: Oben angekommen wird der Wanderer – typisch kolumbianisch – mit mehreren Fressbuden und einem Souvenierladen im Turm beglückt. Wahrscheinlich ist das die einzige Möglichkeit den lauffaulen Kolumbianer zum Aufstieg motivieren 😉

el-penol gipfelstuermer

Von dort aus sind wir nach Guatapé gelaufen und haben uns mit einer riesigen Platte Fleisch, Reis und Bohnen belohnt – lecker.

guatape-marktplatz guatape-haeuschen

Alles in Allem kann man sagen: Medellín ist eine Reise wert.

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2 Gedanken zu „Medellín

  1. Ist bei euch jetzt Semana Santa?
    Eure Reiseberichte sind so super, ich halt es kaum aus Zuhaus!!!!!
    Heut war der 1. richtig schöne Frühlingstag, man könnte schon fast sagen Sommertag. Nach dem Winter folgt schon der Sommer!!!!

    Bin in Gedanken immer auf eurer Reise.

    • Hallo Gerti,
      schön, dass du uns immer noch folgst. Unsere Berichte hinken leider etwas hinterher. Semana Santa war vor drei Wochen, auch in Medellin 🙂
      Liebe Grüße,
      Jacqueline und Daniel

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