Al culo del mundo

Nach einer Woche Buenos Aires sind wir nach Ushuaia weitergezogen, an den südlichen “Arsch der Welt”. Und wir können euch sagen, der lässt sich durchaus sehen! Der Herbst hat hier alle möglichen Farben an die Hänge gezaubert, die Sonne scheint, es ist stürmisch und zu jeder Seite hat man einen anderen Blick: Beagle-Kanal, Berge, Gletscher, Küste, Stadt. Very nice.

Wir haben uns hier ausführlich den Naturschönheiten gewidmet: Zunächst sind wir mit einem Boot auf den Beagle-Kanal gefahren und haben uns die widerlich stinkenden Kolonien der hiesigen Seelöwen und Kormorane angesehen. Praktischerweise leben auf diesen Felsen auch noch irgendwelche weißen Vögel, die die halbverdauten Fleischstücke aus der Seelöwenkacke naschen – mmmmhhhh lecker.

weite stinkekolonie brrrr-kalt

Die zweite Etappe unsrer Bootstour war eine kleine, fotogene Insel mit Leuchtturm (el faro al fin del mundo) und auf dem Rückweg nach Ushuaia haben uns schließlich zwei Glattwale beglückt: nur ca. 5 m vom Boot entfernt haben sie sich aus dem Wasser geworfen und uns ihre Bäuche gezeigt! Wir haben noch nie so nah so große Tiere gesehen und konnten vor lauter Aufregung auch gar keine ordentlichen Fotos machen… Die beiden sind noch eine Weile neben unserem Boot hergeschwommen und haben uns neugierig in die Augen geschaut. Man hatte den Eindruck sie beobachten uns genauso wie wir sie. Unterwegs sind uns außerdem noch ein paar verirrte Magellan-Pinguine begegnet. Das war alles sehr beeindruckend.

atemloch flosse 

Das zweite Highlight für uns war der Naturpark Tierra del Fuego. Hier sind wir einen Tag lang wandern gegangen und haben bei bestem Wetter die wildromantische Natur Feuerlands genossen. Im Sommer kann man hier auch gut zelten und grillen. Das müssen wir uns fürs nächste Mal merken. Insgesamt möchte man die Naturschönheiten hier im Süden Patagoniens intensiver genießen. An jeder Ecke wartet ein erhabener Anblick und lädt zum Anhalten ein.

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Besonders schön fanden wir auch unseren Ausflug zur Laguna Esmeralda. Auf dem Weg dorthin kann man das Werk der Biber bewundern, die auf mehreren Etagen den Fluss angestaut und so das halbe Tal überflutet haben. In der Wiese kann man sogar die Schleifspuren der von ihnen “geernteten” und zum Damm geschleppten Baumstämme sehen. Die Folge ist allerdings auch, dass einige Teile des Waldes einfach abgestorben sind, was sehr skurril ausschaut. Bei unsrem Mittagsmahl (Hackbällchen mit Senf, Brot und heißer Tee) bekommen wir Besuch von einem neugierigen Fuchs, der um unsre Brösel schleicht.

bieberwerk hungriger-fuchs lagunenschmaus

Eine Woche haben wir es hier ausgehalten und könnten auch noch länger verweilen, um zu Fuß die wohl schönste Landschaft, die wir bisher entdecken durften, zu erkunden.

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2 Gedanken zu „Al culo del mundo

  1. Al culo del mundo! hahahahaha Yeah, the title pretty much describes it! Ushuaia is a splendid place. Alakush National Park is very beautiful this time of the year. Wish you both well! From Panama – Chris

    • Thanks a lot. You are right, all the parks down here look quite nice at the moment. Beautiful colors but incredibly cold. I am looking forward to the warmer countries…

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