Fast wie daheim…

Unser Aufenthalt in Mittelamerika hat sich dann doch etwas länger gestaltete als geplant: Viereinhalb anstelle von zwei Monaten sind wir durch Mexiko, Belize, Guatemala, Nicaragua, Costa Rica und Panama gereist. Nach weiteren vier Wochen in Kolumbien war klar, dass wir, über den Landweg reisend, im tiefsten Winter in Feuerland ankommen würden und die Nationalparks dort nur noch im Motorschlitten zu bereisen wären. Also haben wir kurzerhand in einen Flug von Bogotá nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, gebucht. Den Zwischenstopp in Buenos Aires haben wir auf einen sechstägigen Aufenthalt ausgeweitet. Nach der Reis-Bohnen-und-Platanen-Diät Mittelamerikas und der zwar reichhaltigen aber nicht immer genialen Küche Kolumbiens sowie der steten Konfrontation mit kulturellen Besonderheiten erscheint einem Buenos Aires wie eine Oase des Westens. Die europäischen Einwanderer haben gute Arbeit geleistet: Salami, Käse, Kalbsleberwurst und bestes argentinisches Rindfleisch lassen das Herz höher schlagen und weitere Pfunde auf die Hüfte zurückkehren. Es gibt nette Straßencafés, in denen man die Zeit verbummeln kann und mit etwas Glück halten Autos sogar am Zebrastreifen an. Allerdings entspricht auch das Preisniveau viel stärker dem der Heimat, so dass das die Reisekasse hier ordentlich geschröpft wird.

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Buenos Aires hat zwei Flughäfen: Nach der Ankunft am internationalen Flughafen (EZE) wird der Weg in die Stadt mit dem Bus zurückgelegt. Um 23:00 Uhr kommen wir erschöpft am Hostel an und machen uns am nächsten Morgen daran, das nahegelegene Stadtviertel San Telmo zu erkunden. San Telmo ist unserer Meinung nach eines der schönsten Stadtteile: Kaffees, Kneipen, eine Art Dauerflohmarkt auf dem es Raritäten aus vergangen Tagen gibt (u.a. Spielzeug der 60er bis 90er Jahre in Originalverpackung) und vieles mehr begeistern uns. Nach einem Tag in diesem Viertel möchte man gerne wieder dort hin oder sich gleich ‘ne Wohnung dort mieten.

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Durchquert man das Viertel von unserem Hostel aus, gelangt man zur Plaza de Mayo, dem Zentrum der Stadt. Hier befinden sich viele der wichtigsten Gebilde und Gebäude der Metropole, wie bspw. die Pyramide de Mayo, die an die Unabhängigkeit Argentiniens von Spanien erinnert und der Präsidentenpalast, das sogenannte Rosa Haus. Von dem Platz aus ist es nicht mehr allzu weit bis zum neuesten Stadtteil: Puerto Madero – der ehemalige Hafen, der in den letzten 20 Jahren in ein schickes Viertel mit Wohn- und Büroräumen umgewandelt wurde.

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Ein weiterer Tourimagnet ist der Stadtteil La Boca. Ein Arbeiterviertel, dessen Straßen zum größten Teil mit Vorsicht zu genießen sind. Für Besucher interessant sind die Straßenzüge mit den kunterbunten Häusern. Hier wurde improvisiert: Das Metall ausrangierter Schiffe wurde zum Bau verwendet und die Außenwände wurden mit Schiffslack angepinselt.

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Auf keinen Fall sollte man sich den Friedhof im Stadtteil Recoleta entgehen lassen. Die Gräber und Gruften sind sehr beeindruckend und viele argentinische Berühmtheiten sind dort begraben, so z.B. auch Evita Perón. Schön zum Ausgehen ist das Viertel Palermo, vor allem der Teil Palermo Soho wartet mit vielen trendigen Bars und Kneipen auf und erinnert uns an Berliner Stadtteile wie Friedrichshain oder Prenzlauer Berg.

Fazit: Eine echt tolle Stadt, in die man unbedingt zurückkehren möchte und die alleine schon eine Argentinienreise wert wäre.

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