Das ist doch der Gipfel

El Chaltén, ein kleines Touri-Dorf inmitten des Nationalparks Los Glaciares, ist unser nächstes Ziel. El Chaltén heißt übrigens rauchender Berg und ist der indianische Name für den Protagonisten des Parks: der gute alte Fitz Roy. Zusammen mit Murielle und Maik, den wir schon im Torres del Paine – Park kennengelernt und in El Calafate wiedergetroffen haben, geht’s mit dem ersten Bus in die Berge, um unseren Wanderhunger zu stillen. Das Wetter ist genial und lädt uns ein den Park zu erkunden, was wir beide mit Maik auch direkt tun. Nach 3 1/2 Stunden Stapfen über Berg und Tal kommen wir an der Laguna Torre an und werden mit Eisschollen im See, Spätmittagssonne und viel Wind begrüßt. Auf dem Rückweg kaufen wir gefühlt eine halbe Kuh, um unseren riesigen Hunger zu stillen.

Wegweiser WegzumTorre LagunaTorre Panorama-LagunaTorre

Essen und Bier bringen uns eine wohlige Müdigkeit, die einen komatösen Zustand zur Folge hat, der uns erst um 10.00 Uhr aufwachen lässt – so lange haben wir selten geschlafen. Es stürmt und gießt wie aus Eimern, wir genießen einen sehr gemütlichen Tag im Hostal und können so Kräfte für unsere nächste Unternehmung sammeln: eine Wanderung zur Laguna de los Tres am Fuß des Fitz Roys.

Das Wetter sieht am nächsten Morgen immer noch nicht prickelnd aus, aber unsere Gastwirtin “schwört”, dass ein schöner Tag auf uns wartet. Und so machen wir uns gegen 8.00 Uhr auf den Weg zu unserem Startpunkt an der Hostería El Pilar im Norden El Chalténs. Tatsächlich hört der Nieselregen bald auf und macht einem strahlend blauen Himmel Platz. Mann, haben wir wieder einmal Glück.

morgengrauen piedras-blancas schoenepfuetze flusstal schoenesTal da-lang

Der Weg zur Lagune ist ziemlich anstrengend und steil, führt uns durch Bachläufe und über vereistes Gestein. Kurz vor der Kuppe erwartet uns auch noch ein ordentlicher Wind, der uns Schnee ins Gesicht und mich fast umweht.

windschief

Zum Glück liegen hier auch ein paar Felsbrocken herum, an die ich mich klammern kann. Dank Daniel überwinde ich meine Angst vom Berg geweht zu werden und als wir den Bergkamm vor der Lagune erreichen, raubt uns ein unglaublicher Anblick den Atem: Türkisfarbenes, vom Wind gepeitschtes Wasser vor dem Fitz Roy – Massiv, welches die Wolken – just als wir ankommen – freigeben.

dasistdochdergipfel

Dreht man sich um, schaut man in das endlose Tal und auf andere Schnee bedeckte Bergketten herab. Der in den Ohren jaulende Wind perfektioniert die Stimmung. Phänomenal. Ich hab mich noch nie so abenteuerlich gefühlt. Wir verlassen unseren windgeschützten Ort hinter dem Felsen und stapfen durch Knie hohen Schnee zum Lagunenufer. Der Wind treibt Schneewehen vor sich her, hinunter ins Wasser. Einfach genial.

Panorama-bergundtal

Wir sind alle ganz aus dem Häuschen von diesem Naturwunder und freuen uns den ganzen Weg nach Hause, dass wir so etwas schönes sehen durften. Abends kochen wir lecker, trinken zusammen mit den anderen Wein und tauschen Reisegeschichten aus. Morgen geht’s nach Bariloche.

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